Montag, 23. Oktober 2017

Rezension - Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Und du kommst auch drin vor

8. September 2017
978-3-423-76181-9

dtv

















 

Kurzbeschreibung:

Kims Leben: Roman oder Realität?

Seit der ersten Klasse sind sie beste Freundinnen: Kim, 15, eher unauffällig, und Petrowna, klug, exzentrisch und daran gewöhnt, immer und überall den Ton anzugeben. Alles wird anders, als die beiden mit ihrer Klasse zu einer Schullesung gehen: Während die anderen tuscheln, sich die Haare kämmen oder aus dem Fenster schauen, wird Kim hellhörig, denn was die Autorin da vor sich hin nuschelt, handelt von ihr. Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie! Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen. Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept ...

Meine Meinung:

Mit "Und du kommst auch drin vor" ist Alina Bronsky ein recht ungewöhnlicher Jugendroman gelungen.

So oft kommt es vor, dass ich meine mich in einem Buch wiederzuerkennen, allerdings lange nicht so, wie es Kim zu glauben scheint. Es gibt tatsächlich viele Paralellen zu ihr und ihrem eigenen Leben, dass es schon fast unheimlich ist.

Kim liest, wasfür sie sehr ungewöhnlich ist, das Buch und versucht sogar Kontakt zu der Autorin aufzunehmen, was mehr schlecht als recht gelingt. Ihr Wunsch wäre, dass die Autorin das Buch umschreibt, denn Kim ist sich sicher, dass diese ihr Leben mehr oder weniger "geklaut" hat.

"Und du kommst auch drin vor" ist ein kurzweiliger Jugendroman, der die Zielgruppe sicherlich begeistern wird. Ich selber habe das Buch in einem Rutsch an einem Vormittag gelesen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie und ob Kim es gelingt, mit dem Geschriebenen zurecht zu kommen.

Die Charaktere wurden liebevoll von Alina Bronsky gezeichnet, wobei mir Petrowna ein bisschen zu quirlig, sie erzählt Geschichten über ihre Familie, die offensichtlich frei erfunden sind. Kim bewundert ihre Freundin und ist mir ein bisschen zu naiv. Sie fühlt sich neben ihrer Freundin ziemlich klein aber jetzt hat eine Schriftstellerin tatsächlich ihr Leben beschrieben! Nur das Ende gefällt Kim überhaupt nicht und zusammen mit Petrowna versucht sie das zu verhindern.

Was hat das Buch für eine Aussage? Ich glaube - und das ist auch ganz gut so - "Bleib` immer du selbst und verstell`dich nicht - alles andere geht sowieso nach Hinten los!"

Mir hat das Buch ganz gut gefallen und wenn ich eine Tochter im Alter von 10 - 14 Jahren hätte, würde ich ihr sicherlich das Buch schenken!

Deshalb gibt es von mir auch eine Leseempfehlung! 









Mittwoch, 18. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017 - Mein Messebericht

Nun ist sie schon wieder vorbei...

Die Frankfurter Buchmesse öffnete vom 11.10 - 15.10. ihre Tore und natürlich war ich wieder dabei!

Die Frankfurter Buchmesse ist immer mein erstes Weihnachten im Jahr! Ich freue mich immer so liebgewonnene Freunde und Autor/innern wiederzutreffen oder kennenzulernen, dass ich schon Tage vorher ganz hibbelig bin!

Dieses Jahr sollte die Buchmesse für mich ganz entspannt laufen. Ich hatte ganz wenige Termine und so habe ich es sehr genossen, durch die Hallen und Verlagsstände zu bummeln, ohne Stress!

Wie immer steht für mich jeden Morgen auf der Messe der erste Messekaffee des Tages mit Marion von Bloggin` Hinkenpinken und Anja von Anjas Insel an !




Natürlich war ich dann auch gleich noch beim Autorensofa, wo ich die liebe Jo Berger getroffen habe!




















 Unser Kennenlernen am 05. September 2012 war legendär und eigentlich einem einzigen Autoren geschuldet, zu dem ich nachher noch ein bisschen mehr erzählen werde, denn besagter Autor hat mich auf dieser Messe fast wahnsinnig gemacht! *lach*  Dazu aber später mehr...

Zu dritt sind wir losgezogen und man trifft ja bekannte Buchblogger, so wurde unser Grüppchen mit der Zeit etwas größer, bis wir letztendlich zu fünft unterwegs waren 










 Michelle von Büchertänzerin



















Und Johanna von Dunkelbunt 
















Dann kam der Donnerstag und mit ihm sollte mein Exemplar von "Die Kinder" signiert werden....

Ihr erinnert euch, als ich vorhin erzählt habe, dass mich besagter Autor fast wahnsinnig gemacht hat? Nun, ich erzähle einfach mal...

Schon bevor ich Donnerstag nach Frankfurt fuhr, gab es die Diskussion auf Facebook zwischen Marion, Anja, Johanna und mir, ob es Sinn macht "Die Kinder" mitzunehmen. Wir wussten ja nicht zu 100%  wann Wulf Dorn auf der Messe erscheint. Den Tag zuvor sagte Anja schon scherzhaft, dass ich Wulf doch mal per WhatsApp anschreiben soll, ob er da ist.... What? Wie soll ich das denn machen?  :D  

Ich bin ja gewieft und so setzte ich einen etwas kryptischen Tweet auf twitter ab und bekam von Wulf die Antwort, dass er sich auf uns freuen würde! Ich also rüber zu Facebook und den Mädels gesagt, dass sie ihre Kinder mal mitnehmen sollen. Schlau, ne? Dachte ich...

Den Tag verbrachten wir mehr oder weniger mit fröhlichem Autorensuchen, bis wir uns getrennt haben mit dem Versprechen, dass derjenige, der ihn irgendwo sehen sollte, eine WhatsApp an den Rest absetzt. Was soll ich sagen - irgendwann hatte ich die Nase voll und sagte zu meinem Mann, der auch dabei war, dass ich mal raus an die Luft muss. Auf dem Weg dahin, lief mir Wulf mehr oder weniger in die Arme! So geht es natürlich auch!

Ich war genau 10 Minuten draußen, lief dann zum Heyne-Stand und wer sehr wohl da war, allerdings schon wieder weg, war Wulf *grmpf*

Anja hat ihn zwar ganz kurz am Heynestand gesprochen, ihm in weiser Vorraussicht gesagt, dass sie von mir Schläge bekommen würde, wenn sie ihn nicht festhält, was allerdings nichts genutzt hat :D Der Mann ist wie ein Phantom - schwupps, wech... 

Egal, ich schaue einfach später noch mal vorbei. Jetzt ging es erst mal ins Café Lemon, da war ich nämlich mit Anna Schneider auf einen Kaffee verabredet, wie jedes Jahr und was schon Tradition hat!







Wie immer, hatten wir uns viel zu erzählen und waren eine geschlagene Stunde beisammengesessen, die viel zu schnell rumging! Anna hatte ich aber über die gesamte Messe immer wieder gesehen und jedes mal müssen ein paar Worte gewechselt werden! Frauen eben! Liebe Anna, es war schön wie immer und ich freue mich schon auf nächstes Jahr! Café Lemon?  

Nachdem ich mich von Anna verabschiedet hatte, ging es mit meinem Mann weiter.

Um ca. 17 Uhr konnte ich dann keinen Schritt mehr gehen und so saß ich am Randomhousestand an der Bar, einen Latte Macchiato trinkend und ein bisschen enttäuscht. Ich musste mein "Kinderbuch" wohl wieder mit nach Hause nehmen und dann eben Freitag wieder mitbringen. 

Mein Mann sagte mir, dass ich doch nochmal am Stand schauen soll, worauf ich sagte, dass ich genau da sitzen bleibe wo ich bin und keinen Schritt mehr weitergehe! Manchmal kann ich ne echte Zicke sein... :D 

Oh, schaut doch mal, wer dann, wie von Zauberhand auftauchend an der Bar erschienen ist...





Wulf Dorn formally known as "Das Phantom"



















Geht doch! "Die Kinder" sind signiert, eingetütet und stehen
wieder in meinem Regal! 

Vielen, vielen Dank lieber Wulf! Dankeschön, dass du dir dann doch so viel Zeit für uns genommen hast!  
















Jetzt kam der Freitag, auf den ich mich am meisten gefreut hatte! Bei Buchalarm sollte es ein Interview mit Ursula Poznanski und gleich im Anschluss ein Interview mit Wulf Dorn geben! Außerdem war ich mit Angeliqué Mundt und mit Astrid Korten verabredet und abends war ich zur Happy Hour bei Randomhouse eingeladen! 

Volles Programm eigentlich aber..... na ja, meine ständige und wenig geliebte Begleiterin Multiple Sklerose meinte, mir das überhaupt nicht gönnen zu wollen und so hatte ich schon morgens nach dem Aufstehen arge Probleme mit meinem linken Bein. Ich dachte, dass sich das mit der Zeit schon geben wird und bin trotzdem gefahren, weil ich mir das einfach nicht nehmen lassen wollte!

Ich danke Marion ausdrücklich dafür, dass sie mir bei Buchalarm einen Sitzplatz organisiert hat. Ich war zu feige, zu schüchtern oder einfach zu blöd selber zu fragen, weil mir das unendlich peinlich gewesen wäre. Du hattest so recht, Marion. Ich hätte wirklich keine zwei Stunden stehen können und ich danke dir und Buchalarm für den super Sitzplatz!





 Ursula Poznanski mit mir....



















... und im super interessanten Interview!

















Außerdem gab es noch Fotos mit lieben Buchbloggern und Wulf! Danke auch dir, lieber Wulf, dass du so selbstverständlich zu den anderen gesagt hast, dass sie sich für das Foto in meine Nähe stellen sollen, ohne dass es mir peinlich sein musste! Wären nur mehr Menschen so...











































Ich habe den Tag bis zum Nachmittag mehr oder weniger sitzend verbracht, was auch nicht das Allerschlechteste war. Ich hatte alles gesehen und alles getan, was ich mir vorgenommen hatte und Angeliqué würde so oder so zum Randomhousestand kommen, sodass ich sie gar nicht verpassen konnte!


 Angeliqué Mundt hat gerade im btb ihren dritten Band um die Psychologin Tessa Ravens und Team, "Stille Wasser" veröffentlicht!

Unbedingt lesen!












 
Ich durfte das Buch im Vorfeld schon testlesen und die ein oder andere Bemerkung dazu machen, was für mich ziemlich neu und eine wundervolle Erfahrung war!

Danke dafür, liebe Angeliqué















Ab dem späteren Nachmittag konnte ich sogar wieder ohne große Schmerzen gehen und so traf ich Astrid Korten, mit der ich Kaffee getrunken habe und ein interessantes Gespräch führen durfte!










Abends dann, war sie endlich da, die Happy Hour bei Randomhouse! Eigentlich wollte ich Angeliqué  Mundt nochmals treffen aber es war so voll am Stand gewesen, dass ich sie, auch nach längerem Suchen, nicht finden konnte! Schade aber so ist es nun einmal und wir hatten uns ja auch nachmittags schon gesehen.





Mit tollen Geschenken ging dann für mich die diesjährige Buchmesse zu Ende und ich war schon ein bisschen traurig, liebgewonnene Freunde bis nächstes Jahr wieder verlassen zu müssen. Die Erinnerung an eine wunderschöne Frankfurter Buchmesse 2017 bleibt aber und 2018 werden wir uns gewiss wiedersehen - spätestens!



Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension - Angstmörder

Lorenz Stassen
Angstmörder
Thriller


Originalausgabe

Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-43879-8
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 9. Oktober 2017












Kurzbeschreibung: 

Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ...

Meine Meinung: 

Ich habe mich sehr gefreut, als ich "Angstmörder" von Lorenz Strassen in den Händen hielt und habe mich auf eine spannende Story gefreut! Zu Recht!
 
"Angstmörder" hat mich von Beginn an gefesselt, denn die beiden Protagonisten Nicholas und Nina sind mal ein ganz anderes "Ermittlerteam" und waren mir auf Anhieb symphatisch.

Beide Charaktere werden vom Autor lebhaft beschrieben, sodass man sie im Laufe der Geschichte immer besser kennenlernt und sie spätestens ab der Hälfte der Story wie gute Freunde erscheinen. Sehr gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen den Beiden und Nicholas muss bald feststellen, dass Nina mit ihrer Behinderung bestens zurechtkommt und definitiv nicht auf den Mund gefallen ist!
 
Der oder besser gesagt die Mordfälle sind grausig, wie es sich für einen Thriller gehört und Lorenz Strassen jagt den Leser geradezu durch die Story, die natürlich auch die ein oder andere Wendung bereithält! 

Die Geschichte besticht durch sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, bildhaften Beschreibungen der Orte, ist actionreich und durchweg spannend! Was will man mehr? Okay, eine Fortsetzung wäre schön! Ich wäre definitiv dabei!
 

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Kurzvita Lorenz Strassen:

Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.


 
 


Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi "Friesenstalker" von Sina Jorritsma im Klarant Verlag

Heute wurde ich auf den neuen Ostfrieslandkrimi von Sina Jorritsma, "Friesenstalker" aufmerksam gemacht, was ich euch nicht vorenthalten möchte!

Stalking ist ja oft ein Thema in Krimis und Thrillern, was ich persönlich immer sehr interessant finde! Auch die Insel Borkum ist davor nicht gefeit aber lest selbst:








Ein verurteilter Stalker wird auf der Ostfriesischen Insel Borkum ermordet. Was wäre, wenn seine Opfer nicht eindeutig nachweisen können, dass sie mit seinem Tod nichts zu tun haben?




Ein brandneuer Fall für die Borkumer Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll. Sina Jorritsma veröffentlicht mit "Friesenstalker" ihren sechsten Ostfriesenkrimi im Klarant Verlag und erzählt einen packenden Mordfall rund um das Thema Stalking, Psychoterror, Angst, Wut und Ohnmacht. Aber wie immer in ihren Kriminalromanen hält die Autorin eine spektakuläre Wendung mit einem ganz anderen Konflikt für die Leser bereit. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint.



 Zum Inhalt von "Friesenstalker":


Die ostfriesische Insel Borkum wird von einem düsteren Mord erschüttert. Ein verurteilter Stalker wird tot aufgefunden, gnadenlos stranguliert mit einem Seil.

Handelt es sich um einen gemeinschaftlichen Racheakt? Ausgerechnet die drei jungen Frauen, die den Stalker angezeigt hatten, machen gerade zusammen Urlaub auf Borkum. Haben Reina, Hanna und Janina ein Mordkomplott geschmiedet und sich an ihrem Peiniger gerächt?

Einiges deutet darauf hin, doch die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll ermitteln in alle Richtungen. Ins Visier gerät auch die Schwester des Ermordeten, Helena Kiebing. Sie scheint ihren Bruder zutiefst gehasst zu haben, und sie ist in merkwürdige Machenschaften verstrickt ... Je tiefer die Kommissare graben, desto unübersichtlicher wird der Fall. Schließlich überschlagen sich die Ereignisse auf der Nordseeinsel, und plötzlich gerät Mona in tödliche Gefahr …











Nach den Ostfrieslandkrimis "Friesenflirt" (ISBN 978-3-95573-541-8),
"Friesenbraut" (ISBN 978-3-95573-556-2),
"Friesenkreuz" (ISBN 978-3-95573-600-2),
"Friesenlauf" (ISBN 978-3-95573-618-7)
und "Friesenwahn" (ISBN 978-3-95573-623-1) ist jetzt
„Friesenstalker“ (ISBN 978-3-95573-701-6) von Sina Jorritsma erschienen.



Das E-Book kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro.


"Friesenstalker" gibt es ebenfalls als Taschenbuchausgabe zum Preis von 11,99 Euro.


Mehr Informationen zu "Friesenstalker" erhält der Leser hier https://www.amazon.de//dp/B0768XDL5J sowie eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/friesenstalker-ostfrieslandkrimi_23703256-1.


Montag, 9. Oktober 2017

Gerüchte,Gerüchte...

Wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, bin ich momentan nicht mehr ganz so aktiv wie zuvor.

Das hat bei Weitem nicht den Grund, dass ich keine Lust mehr habe, tatsächlich fehlt mir momentan so`n  bisschen die Zeit!

In den letzten zwei - drei Jahren hat sich viel in meinem Leben getan und das alles, was ich da jetzt (er)leben darf ist so unglaublich spannend und jedes Mal neu für mich!

Seit 2014 bin ich festes Mitglied im "Einblick"-Blogger-Team, was unwahrscheinlich viel Spaß macht, trotzdem doch ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt, es stehen nun auch bald neue Projekte an, die gut durchdacht werden wollen.
Wenn ich eine Rezension tippe, sehe ich das alles von außen, d.h., ich kann meinen Senf dazugeben, wenn ich etwas besonders toll oder eben nicht so toll gefunden habe. Ich hoffe immer, niemanden damit weh zu tun oder gar auf den Schlips zu treten. Bücher, Geschichten - wie sie gefallen ist subjektiv und das ist auch ganz gut so! Wäre ja langweilig, wenn jedem immer alles gefallen würde...

Seit ich selber über mein Leben mit der multiplen Sklerose schreibe, ist das alles plötzlich ganz anders. Wenn ich einen Artikel schreibe, gebe ich, ob nun bewusst oder unbewusst viel von mir, meinem Inneren, preis. Ich mache mir lange zuvor schon Gedanken, notiere mir Dinge, die ich unbedingt in einem meiner Artikel unterbringen möchte und mache mir allergrößte Sorgen um meine Wortwahl. Es geht um eine unheilbare Krankheit und doch, wenn ich versuche mein Leben (meist) positiv zu nehmen, muss ich aufpassen, dass ich in meinen Artikeln nicht zu flapsig werde, denn ich weiß sehr wohl, dass ich so`n Stück weit Verantwortung habe, gerade für Neuerkrankte oder Menschen, die einen weit schwereren Verlauf der MS haben, als ich. Ich weiß sehr wohl, wie es sich angefühlt hat, als ich 2011 meine Diagnose bekommen habe. Wenn mir dann jemand wie ich (jetzt) bin, begegnet wäre, hätte ich wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und zugesehen, dass ich ganz schnell das Weite suche. Gerade deshalb, mache ich mir ganz viele Gedanken. Ich bin 2011 in ein tiefes, dunkles Loch gefallen und es hat ein bisschen gedauert, bis ich da wieder raus war. Heute noch, begegnet mir dieses Loch manchmal und ab und zu falle ich da wieder rein, obwohl ich genau weiß, wo es ist. Unglaublich... Allerdings habe ich gelernt, wie ich mich aus diesem Loch befreien kann und das ist eine Sache von vielen, für die ich sehr dankbar bin.

Wenn ich so einen Artikel schreibe, habe ich immer das Gefühl, gar nicht ich selbst zu sein. Meine Finger tippen immer schneller und erst, wenn dieser Wahn sich gelegt hat, lese ich mein Geschriebenes, reflektiere und dann feile ich an den Feinheiten. Das ist wie so eine Art Seelenreinigung für mich, Dinge rauszulassen die so ein bisschen unter der Oberfläche geschlummert haben und dann ganz gewaltig ausbrechen. Vielleicht sollte ich die Outtakes mal sammeln, könnte irgendwann nützlich sein *lach*

Was ich damit eigentlich sagen will: mein komplettes Leben befindet sich momentan so`n  bisschen im Umbruch. Vieles ist anders geworden, Vieles ist neu dazugekommen. Was geblieben ist, ist die Liebe zu den Büchern und zum Lesen und ja, ich habe tatsächlich immer noch Multiple Sklerose und ja, mein Ziel ist immer noch, ein Stück weit über diese Krankheit aufklären zu können, helfen beim Vorurteile ausräumen. Leider kursieren immer noch die wildesten Gerüchte über MS und diese klein zu kriegen gleicht einem Kampf mit Windmühlen aber aufgeben gilt nicht. Das ist und war mein Grundsatz vor der Krankheit und mit der Krankheit erst recht!

Ich versuche alles unter einen Hut zu bringen und es gelingt mir immer besser! Bis das wirklich alles ganz rund läuft, bitte ich um ein wenig Nachsicht! Auch wenn man mal eine Zeit lang nichts von mir liest - ich mache definitiv weiter!

Dieses Posting habe ich jetzt geschrieben, weil mir Gerüchte zu Ohren gekommen sind, dass es Thrillertante demnächst nicht mehr geben wird - das ist schlichtweg falsch und frei erfunden, warum auch immer...  So schnell kriegt man mich dann nicht los ;)
 

Danke fürs Lesen und auch für`s immer wieder Lesen! 😀




Rezension - Der Hüter - Stadt der Tiefe

Jasmin Jülicher
Der Hüter - Stadt der Tiefe


Taschenbuch: 328 Seiten
Verlag: Nova MD; Auflage: Erstauflage (15. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3961114854
ISBN-13: 978-3961114856












Kurzbeschreibung: 

Biota, 1888

Biota – Die Stadt, die nach dem Großen Krieg auf dem Meeresboden gebaut worden ist. Für die Bewohner ist sie eine sichere Heimat, denn die Oberen haben dafür gesorgt, dass jede gewalttätige Tendenz in den Menschen zusammen mit ihren Erinnerungen ausgelöscht wurde.
Doch dann taucht eine grausam zugerichtete Leiche auf, die es nie hätte geben dürfen. Alexander, oberster Hüter der Stadt, und die Biologin Nic ermitteln und stellen bald fest, dass dieser Mord erst der Anfang war. Denn Biota ist längst nicht die sichere Zuflucht, die sie zu sein scheint …
Sie müssen sich entscheiden: Ist die Wahrheit es wert, dass sie dafür ihr eigenes Leben und die Existenz der gesamten Stadt aufs Spiel setzen?

Meine Meinung: 

Biota heißt die Stadt auf dem Meeresboden, die nach dem Großen Krieg gebaut wurde. Die Menschen dort, haben eine sichere Zuflucht, denn die Oberen haben dafür gesorgt, dass gewalttätige Tendenzen und Erinnerungen ausgelöscht wurden.

Alexander ist der oberste Hüter der Stadt und ermittelt mit der Biologin Nic zusammen in einem Mordfall, der so eigentlich gar nicht möglich sein dürfte. Eine fürchterlich entstellte Leiche taucht auf und das scheint erst der Anfang zu sein...

Steampunk, Fantasy und Krimi in einer Geschichte vereint-und was für eine!

Das Debüt von Jasmin Jülicher hat mich auf ganzer Linie überzeugt! Die hochspannende Story ist rasant und actiongeladen und weist zu keiner Zeit Längen auf!

Von Beginn an hat mich die Story gefesselt, was sicherlich auch daran liegt, dass ich eine Story in dieser Art noch nie gelesen habe! Mit Alexander und Nic sind Jasmin Jülicher zwei symphatische Protagonisten gelungen, die ich gerne durch die Story begleitet habe.

Bildgewaltig wird von der Autorin Biota und das ganze Drumherum beschrieben, sodass ich teilweise fast das Gefühl hatte, selber dort zu sein und tief versunken in der Story war!

"Der Hüter - Stadt der Tiefe" zeigt hier vorbildlich, dass Selfpublisher- Autoren viel mehr Beachtung geschenkt werden muss! Ich habe schon die ein oder andere Perle entdecken dürfen, wobei die Story um Biota zu einer der Besten gehört, was ich ganz klar und ohne zu übertreiben sagen kann!

Die Story ist zwar in sich abgeschlossen, jedoch wird es eine Fortsetzung geben, denn so ganz zu Ende erzählt ist das alles dann doch nicht... Gut für Fans von Steampunk, Dystopien, Krimi und Fantasy!

 Hier wartet ein echter Leckerbissen und deshalb vergebe ich auch gerne ein ganz großes Lob an  Jasmin Jülicher und natürlich eine absolute Leseempfehlung!